Verkörperte Beratung

Embodiment und Beratung

Philosophie und Weisheitstraditionen haben sich stets mit dem Körper beschäftigt, sowohl positiv fördernd als auch negativ ablehnend. Für den „geköpften“ Körper steht Desacrtes Satz Cogito ergo sum (ich denke, also bin ich), aus dem Alonso Cortés machte, moveo ergo sum (Ich bewege mich, also bin ich). John Locke (1632- 1704) auf der anderen Seite, betonte die Bedeutung der Sinne für das Denken. Von ihm stammt der Satz: Der Verstand erwächst aus den Sinnen.

Die Philosophie des Abendlandes war im Mainstream ausgesprochen körperfeindlich. Die seit der Aufklärung bewusste Trennung von Körper und Geist hatte zur Folge, dass das Leibliche ausgeblendet und abgewertet wurde und versucht wurde, Körperempfinden zu beherrschen. Man kann den Eindruck gewinnen, dass der Körper mehr als manipulierbarer Gegenstand und als Trägermasse für unser Gehirn betrachtet wird, anstatt Körper und Geist als eine Gesamtheit zu verstehen.

Wenn Menschen denken, fühlen und handeln tun sie dies aber nicht als körperlose Wesen. Unser Geist ist in unserem Körper eingebettet und der wiederum im Austausch mit der Umwelt. Denken und Fühlen sind mit Körper und Handeln unmittelbar verbunden. Erfahrungen, Lernen und Entwicklung sind unmittelbar mit körperlichem Erleben verknüpft. Sowohl die gedankliche, als auch die praktische Trennung von Körper und Geist schränkt die Möglichkeiten beim Lernen, in der Beratung und im beruflichen Handeln sehr ein.

Seit 10 Jahren beschäftigt sich Carla van Kaldenkerken intensiv damit, wie der Körper in die berufsbezogene Beratung einbezogen werden kann. Auf der Basis neurobiologischer Erkenntnisse werden verschiedene Embodimentkonzepte, bewegungspädagogische und körpertherapeutischerVerfahren mit bewährten Supervisionsmethoden zu einer körperorientierten Beratungsarbeit verknüpft.

 

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